Märkische Allgemeine: Multikulti-Nachfolger will Frequenz (8. Oktober 2009)

Multikulti kommt jetzt aus Potsdam. Genauer gesagt, Radio Multicult 2.0, das Anfang des Jahres als Projekt einiger Enthusiasten den verblichenen RBB-Sender Radio Multikulti ersetzen sollte und zurzeit noch im Internet sendet.

Nun will Projektleiterin Brigitta Gabrin durchstarten und hat in Potsdam einen Stifterverein für das Radio gegründet. Gründungsmitglieder sind unter anderem die Integrationsbeauftragen von Brandenburg und Berlin, Karin Weiss und Günter Piening, sowie der Migrationsforscher Klaus J. Bade. Unterstützt wird der Verein von Politikern aller Parteien, darunter dem Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir, und Industriellen wie dem Hamburger Reiseveranstalter Vural Öger.

Zudem hofft Gabrin auf eine Frequenz für ihr Radio. Zurzeit wird im Medienrat darüber diskutiert, ob verschiedene nichtkommerzielle Programme, darunter der neue Offene Kanal Berlin (Alex), das „Herbstradio“ und das Ausbildungsradio der Potsdamer Electronic Media School (EMS), sich eine UKW-Frequenz teilen könnten, die Berlin und Teile Brandenburgs erreichen könnte.

Unterstützung aus der Politik gibt es: „Wir wollen, dass es ein multikulturelles, integratives Programm in der Region und aus der Region gibt“, sagt Frank Zimmermann, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. „Wenn die verschiedenen nichtkommerziellen Wellen kooperieren, unterstützen wir so eine Welle.“

(jps)

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Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11625952/63369/Multikulti...