Eigene Berliner Frequenz für den Offener Kanal.
Bereits vor einigen Tagen hatten wir vermeldet das es in Berlin bald möglich sein könnte ein eigenständiges Bürgerradio auf UKW zu etablieren. Nun sind nähere Details zu diesem Vorhaben bekannt geworden. So bestätigte Susanne Grams, Sprecherin der Landesmedienanstalt (MABB), gegenüber der radioWOCHE das es derzeit ernste Überlegungen im Medienrat gebe dem Offenen Kanal Alex eine 24 Stunden UKW-Verbreitung zu ermöglichen.
Allerdings seien viele Details noch nicht geklärt, so z.B. wie man die verschiedenen Radio-Gruppierungen wie Herbstradio oder Radio Multikult 2.0 im Offenen Kanal unterbringen könnte.
Für den Offenen Kanal Alex stehen nach radioWOCHE-Informationen die zwei Berliner UKW-Frequenzen 88,4 MHz (bisher von Veranstaltungsradios genutzt) und die 90,7 MHz (bis zur Einstellung von RADIOROPA genutzt) zur Verfügung. Beide Frequenzen ergänzen sich und ermöglichen so eine Versorgung von weiten Teilen Berlins. Die UKW-Frequenzen können laut MABB ohne Ausschreibung an den Offenen Kanal vergeben werden.
Die dann freiwerdende Sendezeit auf der Berliner UKW-Frequenz 97,2 MHz kann unter den übrigen Anbietern WRN, blu.fm und Radio Russkij Berlin aufgeteilt werden. Auch hierfür bedarf es keiner Ausschreibung, da sich laut Sendelizenzen die Anbieter untereinander auf Sendezeiten einigen müssen.
Es bleibt also spannend wie sich der Medienrat der MABB entscheidet. Die nächste Sitzung des Medienrates ist am 13. November 2009.
(Stephan Fischer)
© 2002-2009 SFmediasite.de
Quelle: http://www.radiowoche.de/index.php?p=news&newsid=7968&area=1